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Gangolf Peitz: Farbklänge

Meine Gedichte sind leise und laute Bilder – meine Bilder sind laute und leise Gedichte.

„Lesen Sie bloß keine Gedichte, schauen Sie sich bloß keine Bilder an: Es gibt Wichtigeres zu tun! Was ist schon ein Schreiberling, was ist schon ein Maler? Einer der nörgelt, der sich auch häutet. Der in die Tiefe geht, romantisch und verrückt sein muss, die Taschen mit Nöten vollgestopft. Der seine wirren Buchstaben- und Formenspielereien auswirft, am Gewissen zerrt, auch am eigenen.

Der Dichter, der Maler ist Träumer, das Träumen ist seine Leidenschaft. Er schreibt, er malt von und aus der Seele. Das Gedicht, das Bild entsteht aus dem
Schrei, aus dem Tanz, innen. Entstammt dem Reich der Phantasie. Ist Reservat, eine persönliche Verabredung, ist Raststätte und Gesundbrunnen. Es spiegelt das Leben: Lachen, Leiden, Lust und Verlust, Verdruss und Verdrossenheit, Misstrauen und Vertrauen. Lyrik und Malerei befreien, lösen, treiben an, wirken. Mit geballter Sprengkraft.“

 

Gangolf Peitz Geb. 1960 in Saarbrücken, lebt in Losheim am See. Studium der Politologie, Publizistik, Anglistik, Germanistik. Seit den 80er Jahren (zunehmend) kreativ-literarisch tätig. Zwei Buchveröffentlichungen bislang: „Kaleidoskop“ (1996) und „Der Weiße Tänzer“ (2000). Weitere Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Bisher vier Ausstellungen mit Aquarellen, Ölgemälden, Collagen, u.a. in Merzig und Weiskirchen („Farbklänge“, 2002).